USA wir kommen…

Nach einer wunderbaren Zeit in Vancouver Island machen wir uns heute Abend auf den Weg nach Amerika. Unsere Fähre erreicht um 21:00 Uhr das amerikanische Festland. Über die 101 werden wir südwärts fahren und dann über Bend nach Yellowstone. 

Am Wochenende waren wir in Tofino surfen und wir freuen uns jetzt schon auf die nächsten Surf-Spots in Kalifornien 🙂 Abends haben wir unseren kanadischen Camp-Nachbarn „deutsches Stockbrot“ gezeigt 😀

Heute habe ich (Niklas) einen Inselflug mit Paul und seinem Kumpel Lis unternommen, welcher ein kleines Flugzeug hat. Die Insel ist wirklich schön, vor allem unsere freundlichen Gadtgeber werden wir vermissen.

Sina hat wieder den Tag auf der Ranch mit „ihrem Pferd“ Quinn verbracht.

Gleich geht es in eine lokale Brauerei ein Pils trinken und dann Richtung Fähre in die Staaten.
Bis bald 




Vancouver Island – der traumhafte Westen Kanadas

Seit knapp einer Woche sind wir nun auf Vancouver Island und fühlen uns pudelwohl. Ich (Niklas) bin in den letzten 4 Tagen den West-Coast-Trail im Regenwald von Vancouver Island „gehiked“ und Sina hat es sich bei unseren tollen Gastgebern Linda und Paul, die wir in Halifax kennen gelernt haben, gut gehen lassen.

Der West-Coast-Trail war hart aber wunderschön. Man wandert ca. 75 km mit 30 kg Gepäck auf dem Rücken durch den Regenwald, am Meer und im Watt. Ausgestattet mit einer Karte, einem Ebbe und Flut- Kalender, Kleidung, Gaskocher, Essen für eine Woche usw. ist man ca. 3-8 Tage von der Außenwelt abgeschottet, ohne Handyempfang, Straßen oder Sonstiges. 

Getrunken wird das Wasser aus den sich dort befindlichen Flüssen. Aufgrund der Bären und Pumas in dem Gebiet gibt es am Anfang eine längere Anweisung (Orientation), wie man sich zu verhalten hat. Tagsüber habe ich relativ viele Kilometer gemacht und abends mit den verschiedensten Wanderern lustige Abende am Feuer verbracht. Am letzten Tag, eine Stunde vor dem Ziel, habe ich noch Finn kennengelernt, der hiermit ein „High-Five“ kriegt, und wir haben spontan einen feucht fröhlichen Tag, Abend und Nacht in einem coolen Pub von Port Renfrew gehabt. Außer Seelöwen, Schlangen und und einer Art Biber habe ich keine Tier-Begegnungrn gehabt. Finn ist einem Bären begegnet, der aber wohl keinerlei Interesse gezeigt hat und einfach weitergegangen ist. 

Sina hat die Woche Reitstunden auf einer Ranch in Sanich genommen und die restliche Zeit mit Linda und ihrer Tochter Isabella die Insel erkundet. 

Heute Abend besuchen wir mit Linda und Isabella einen Markt. Das Wochenede werden wir in der „Surfer-Stadt“ Tofino verbringen und dort Wellenreiten. Sobald Paul mit seiner anderen Tochter Daniella vom Wandern zurück kommt, wollen wir mit Pauls Kumpel, der Pilot ist, einen Inselflug machen 🙂 

Nächste Woche werden wir versuchen von VI mit der Fähre das amerikanische Festland zu erreichen.

Vancouver Island ist immer einen Besuch wert, die Menschem hier sind unglaublich entspannt, die jungen Leute fahren Skateboard, surfen, klettern usw. und sind total offen, lustig und vor allem relaxed. 

Wir genießen die Zeit hier total 🙂

Bis bald 


Manitoba, Saskatchewan und die Rocky Montains

So heute schreibe ich (Sina) mal…

In St. Ste Marie haben wir auf einem Walmart Parkplatz mit einer Gruppe kanadischer Camper gestanden. Am nächsten Morgen ging es nach ThunderBay. Der Weg an einem der „großen Seen“ entlang war wieder wunderschön, wir haben eine lange Pause mit Baden und Mittagessen verbracht und kamen spät abends in ThunderBay an. Übernachtet haben wir an einer kleinen Seitenstraße am Highway.

Je näher man Winnipeg entgegen fährt, desto flacher wird die Landschaft. Bis dahin sieht die Gegend auf der Karte  und in Natura aus wie ein Schweizer Käse mit unendlich vielen Seen und Flüssen…

Die nächsten beiden Tage haben wir, bis auf einen Stop bei einem Volksfest mit Pferderennen und kleiner Kirmis, „durchgezogen“ um endlich in den Rocky Montains anzukommen. Mittlerweile sind wir gute 7.000 Kilometer gefahren 🙂

Am Freitag war es soweit… am Ende des Horizonts erblickten wir die riesigen Berge und fuhren zum Jasper Nationalpark und sind einfach sprachlos. Die Landschaft ist unglaublich. Wir staunten nicht schlecht und riefen uns die ersten Stunden nur gegenseitig zu: „Guck hier“, „Guck da“, „Hier“, „Da“, das ging ewig so weiter 🙂

Wir campten die ersten beiden Nächte auf Plätzen ohne Versorgung, trafen nette Leute und verbrachten tolle Abende, einen mit einem kanadischen und einem Deutsch/Schweizer Pärchen wovon er ursprünglich aus Osnabrück kommt, lustig wars am „anderen Ende der Welt“ jemanden aus der Heimat zu treffen. Am Samstag ließen wir es uns am glasklaren Fluss gut gehen und badeten im eiskalten Wasser, da es keine Duschen gab.

Am Sonntag wanderten wir ca. 13 km am Maligne Lake. Wir haben einen Schwarz-Bären, zwei Caribus, riesige Ziegen und Streifenhörnchen gesehen. Es ist der Wahnsinn hier, die Flüsse sind türkis, die Seen glasklar. Wir trinken Gletscherwasser und filtern es selbst. 

Einige Tage waren wir offline, mangels Internetverbindung. Inzwischen sind wir im Banff-Nationalpark eingekerkert. Hier ist zurzeit Waldbrand und es ist ziemlich verraucht alles. Aber der Rauch riecht gut nach Kiefernwald, wie in der Sauna 😉 Allgemein haben wir extrem viele abgebrannte Wälder gesehen…

Hier sind wir auf einem Campingplatz für 3 Nächte, heute wandern wir zu heißen Quellen.

Bilder folgen die Tage, sobald wir gutes W-LAN haben, bis bald!!

Ontario und die Niagarafälle 

Am Donnerstag machten wir uns von Grand Falls auf den Weg zu den Niagara-Fällen, die Route führte über Quebec, Montreal und Toronto. Am ersten Tag sind wir bis Montreal gekommen und standen, total genervt von den vielen Staus mit zwei Kanadiern auf einem Parkplatz in der Nähe des Highways. In dem ganzen Gebiet wird französisch gesprochen und wie auch unsere europäischen Nachbarn haben auch die kanadischen Franzosen kein Bock auf Englisch, ein kühles Blondes und „Highway-Gespräche“…. sorry aber mit den Franzosen werden wir echt nicht warm. :-/ Weiter geht der Weg am nächsten Morgen und wieder genervt durch die Staus nach Niagara und schlafen auf einem Camping in der Stadt.

Niagara ist keine schöne Stadt mit unglaublich vielen Touristen, die Wasserfälle jedoch atemberaubend. Wir hörten auf Taxifahrer Jack aus Halifax und fuhren heute nach Niagara on the lake und haben unseren T auf einem Grünstreifen am Fluss geparkt und dort den Tag auf unseren „Tronos“ an der Niagara-Mündung verbracht. Tronos sind aufblasbare Sessel, die uns Chris Blevins, der Musiker unserer Hochzeit empfohlen hat, die Teile sind suuuuuuuper – danke Chris! Können wir nur jedem empfehlen.

 Niagara on the lake ist ein wunderschöner Ort, der wohl schönste unserer kurzen Reise. Prachtvillen, Wein- und Obstanbau wohin das Auge reicht. Danke für diesen tollen Tip, der Stau-Stress war nun vergessen 🙂 

Wir haben nun 3.000 km „runter“ und befinden uns in Sault Ste Marie, die 800 km von Niagara hierhin waren sehr schön. Ontario hat zig tausend Seen und Flüsse , auf der Karte sieht es aus wie ein Schweizer   Käse…. sehr reizvoll auf jeden Fall hier!

Unser nächstes Ziel ist der nun noch ca. 2.500 km entfernte Banff-Nationalpark, am 05. August müssen wir auf Vancouver Island sein, am nächsten Tag geht der Trail los :-). Mal schauen ob wir den Jasper Nationalpark auch noch mitnehmen.

In den nächsten Tagen werden wir die Amerika-Route studieren, die unser ehemaliger Nachbar Dieter uns mühevoll zusammengestellt hat, für die Zeit nach Vancouver Island – Danke Dieter!

Bis bald


Irgendwo in Kanada…

Am Dienstag war es endlich soweit, die Spedition teilte uns mit, dass unser Bus abholbereit ist. Mit einem breiten Ginsen fuhren wir mit unserem Taxifahrer Jack von A nach B und erledigten alle Formalitäten (Zoll, Frachtbriefe, usw.). Als wir Jack erzählten, dass wir zu den Niagara-Fällen möchten sagte er uns, dass „Niagara on the lake“ einer der wohl schönsten Orte ist, den er jemals besucht hat. Obwohl Jack dort mit 18 war, was wahrscheinlich um die 50-60 Jahre her ist, haben wir also Niagara on the lake zum nächsten Ziel gemacht. Nachdem wir unseren Bus heile und fröhlich in Empfang nahmen mussten wir uns noch durch halb Halifax durchtelefonieren auf der Suche nach Grill-Equipment für einen europäischen Gas-Grill… über Umwege haben wir von Sherry, welche bei einem Caravan-Verleih arbeitet, eine Gasflasche und einen Adapter geschenkt bekommen 🙂

Im Flugzeug lernten wir eine nette Farmerin aus der Nähe von Grand Falls kennen. Sina und sie wurden beste Flugfreunde. Für mich war es lustig anzuschauen, sie plauderte wie ein Wasserfall von Ihren münzgrossen Blaubeeren (die Plantage muss riesig sein, sie sagte was von 10.000 Büschen), von einer Hochzeit die sie in Deutschland besuchte usw. und Sina nickte einfach durchgehend :-D. Da sich Grand Falls und der St. John’s River spannend anhörten machten wir dies zu unserem ersten Etappen-Ziel und werden es nicht bereuen. 

Vor einigen Wochen brachte Sina von ihrer Arbeitskollegin Anke einige Zeitschriften mit. Im Globetrotter entdeckte ich den West-Coast-Trail, einer der wohl schönsten und anspruchsvollsten Wanderwege Kanadas. Auf den ca. 75 km langen Trail, wo nur um die 70 Wanderer pro Tag zugelassen werden müssen pro Jahr rund 130 evakuiert werden. Der Weg führt durch Sümpfe, Berge, Strände und Flüsse. Beeindruckt vom Trail schwirrte mir seit Wochen im Kopf rum diesen zu wandern…angemeldet hatte ich mich jedoch nicht, da im Artikel stand dass die Plätze schon im Januar weg sind. Im Public Garden in Halifax lernten wir Paul und Linda kennen, welche von Vancouver Island kommen und Urlaub in Nova Scotia gemacht haben. Lustig, nach kurzer Zeit sprachen wir über den Trail, auch Paul wird ihn im August gehen. Paul und Linda baten uns an, uns auf Vancouver Island bei allem was wir vorhaben behilflich zu sein, also buchte ich Abends ein Ticket für den Trail und am 6. August müssen wir auf Vancouver Island sein 🙂

Der Weg von Halifax nach Grand Falls war beeindruckend, dieses Land ist einfach so riesig. Wir haben 600 km hinter uns und wo man hinguckt nur Natur. Die Highways sind angenehm leer und bis auf tote Skuns am Straßenrand, alle 50-100 km ein Tim Hortons oder Mc Donalds, schaut man ins Grüne. 

Gestern haben wir auf einem großen Campingplatz übernachtet, die Kanadier sind echt Freaks was Camping angeht, riesige Caravans mit Häusern, Golf-Caddys, Motorräder, Buggys und allem was dazu gehört. Wir sind nun zusammen mit 7 anderen Campern auf einem kleinen Camping in atemberaubender Lage in der Nähe des St. John’s Rivers, es ist einfach wunderschön, hier könnte man länger bleiben. Sina und der Thermomix haben uns heute eine Gemüseplatte vom Feinsten gezaubert, gleich werden wir wandern gehen…. 

bis bald 

Halifax die Zweite….

Hier sind noch mal ein paar bessere Aufnahmen von Halifax.

Achja, ich muss die Busfahrer-Hetze revidieren, wir hatten heute total nette Fahrer, einer hat uns sogar zwei Tagestickets geschenkt als keiner hingeschaut hat 🙂 

Welcome to Canada 

Nach stressigen letzten Wochen sind wir nach einem ruhigen Flug total entspannt in Halifax angekommen und hatten durch die 5 Stunden Zeitverschiebung eine schöne und lange Nacht, sodass der Jetlag ausblieb. Weniger toll ist, dass Sina unsere „Notfall-Haarschneidemaschine“ ausprobiert hat, um mir die Seiten zu kürzen – das Ergebnis seht Ihr 😀

Danke vorab noch an alle die uns geholfen haben, beim Umbau des T’s, der Routenplanung usw. – fühlt Euch gedrückt.                            

Hier in der „kleinen“ Metropole Halifax bleiben wir bis Mittwoch, die „Atlantic Sail“, auf der sich unser T befindet, kommt morgen an.  Logistisch bedingt können wir ihn dann am Mittwoch endlich abholen 🙂
Heute besuchten wir Downtown, die Zitadelle von Halifax und das Hallifax Jazz-Festival. Die Kanadier sind sehr freundlich und interessiert, ein echt nettes Volk… bis auf die Busfahrer, die waren allesamt sehr komisch bisher. Die Fahrgäste bedanken sich hier beim Aussteigen, das haben wir bei diesen unfreundlichen Fahrern leider nicht übers Herz gebracht 😀 

Die Autos haben hier vorne keine Nummernschilder, viele von ihnen sind riesige Pick-Ups. Überall sieht man Pfadfinder,  Comic-Bücherläden wo tatsächlich Scharen von Kindern reinlaufen, sehr viele Restaurants und sehr nette und hilfsbereite Menschen. Das Essen war bis jetzt großartig, bis auf das Frühstück. Aber es ist uns bisher überall wo wir waren aufgefallen, dass Deutschland in der Kategorie Frühstücken (im Gegensatz zu der Kategorie Gastfreundichkeit) oskarverdächtig ist.

Als erstes Ziel steuern wir die 1.800 km entfernten Niagara-Fälle an, wir sollten bis zum Wochenende da sein. In den nächsten Blog-Beiträgen versuchen wir höher aufgelöste Fotos hochzuladen.

Bis bald



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